Zugspitz Supertrail 2014

Am 19.06.2014 machten wir uns auf den Weg nach Grainau.
Da war an dem Wochenende der Salomon Zugspitz Ultratrail.
Dazu gehörten Läufe mit Längen von 35,9km, 60,7km, 79,3km und 100km.
Die Höhenmeter beliefen sich je nach Länge auf 1.892Hm – 5.420Hm.
Am Start waren über alle Strecken 2013 Teilnehmen aus 46 Nationen
und es ging durch die beiden Länder Deutschland und Österreich.

Bilder der ganzen Aktion: http://parsley.zenfolio.com/p854123562

Ich reiste mit meiner Frau schon Donnerstag in Grainau an und Mitwoch davor machten wir noch einen „Abstecher zu unseren Freunden nach Flawil, in der Schweiz.
Unser Freund wurde an dem Tag 50 und zu seiner Fete am Samstag konnte ich ja nicht 😉
Da der Feiertag günstig lag dachten wir uns man könne einen Kurzurlaub mit kleinen Wanderungen machen.

Wir hatten ein Zimmer in Ober-Grainau,
vom Dorfplatz eine grandiose Aussicht auf das Zugspitzmassiv.

Untergekommen im „Restaurant Zugspitze“ mit Blick vom Balkon auf die Zugspitze!

Eigentlich wollten meine Laufkollegen Katrin und Manni noch mitkommen,
die mussten aber leider absagen.
Durch diverse Umstände und Wirrungen ergab es sich dann
dass die Zimmer anderweitig verwertet wurden.
Eins bekam Sigurd, den kannte ich von diversen Hindernisrennen und vom „After Hermann Barbeque“ bei mir. 😉
Das andere Zimmer hatte eine Freundin von Katrin, die Michaela,
sie kannte ich vom Getting Tough The Race.
Damit die Bude voll wird brachte sie noch 2 Freunde mit, den Christian und den Christopher und machte aus dem Doppelzimmer eine 3Bett Zimmer 😉
Noch mit an Board war der Lars mit Freundin Melanie, ein Tiger Balm und The Race Team Kollege!
Das war eine nette Truppe und die gemeinsamen Frühstücke und Abendessen machten riesen Spaß!

Wir erreichten Grainau Mittags und fast zeitgleich kamen auch Lars mit Freundin an.
Nach dem wir die Plünnen aufs Zimmer gebracht hatten,
verabredeten wir eine Wanderung zur Höllentalklamm.
Das konnten wir direkt ab der Pension machen,
es waren bloß 4km bis zum Eingang der Klamm.

Die Klamm war schon recht Imposant…

Zwischendurch fing es dann auch noch an zu regnen und der Aufstieg durch die Klamm wurde durch umkehrende Wanderer und Familien erschwert 😦 ….

…nach 1km ist die Klamm an sich zu Enden und man hat nun die Möglichkeiten
umzukehren und den gleichen Weg wieder zurück zu gehen,
erst noch zur Höllentalangerhütte hoch zu wandern
oder aber über den Stangensteig zurück nach Grainau.
Diese Variante beinhaltet eine 70mtr über der Klamm gelegene Brücke,
ist aber mit Kinder oder nicht bergfestem Schuhwerk undErfahrung nicht zu empfehlen!

Lars und Melanie entschieden sie für die Zurück Variante und wir uns für den Stangensteig.

Hier der Aufstieg auf den Stangensteig vom Klamm Ende…..

Nach ein paar Minuten lies dann auch der Regen nach und da wegen dem Regen keiner den Steig wählte, waren wir so gut wie Alleine.

Blick vom Stangensteig runter in die Klamm.
Unten sieht man das Weg Ende der Klamm….

Hier endlich der Weg runter zur vorher erwähnten Brücke über die Klamm….

Der weitere Weg über die Brücke zurück nach Grainau ist auch nicht Ohne….
..erst mal wieder hoch……

…damit man dann aber die Aussicht von Oben auf den Klamm Eingang hat!!

Gabz unten Rechts kann man als Rinnsal den Fluß sehen der aus der Klamm kommt…

So hatten wir am Donnerstag schon mal die erste 4Std Wanderung hinter uns,
gespickt mit einigen Höhenmetern!

Freitag dann endlich zur Startnummernausgabe.

Ich war für den 60,7km Lauf mit 2.973Hm gemeldet.
Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=aadkjvogjsitoaum

Auf dem Aushang zur Pflichtausrüstung musste ich feststellen
dass eine 1,5ltr Trinkblase auch auf den 60km mit dazu gehört 😦
Da ich mit dachte dass ich auf den 60 mit den Verpflegungsstellen keine benötigte,
hatte ich meine zu Hause gelassen und musste auf der Messe dann noch eine kaufe.
Durch den 20€ Gutschein von Sport Conrad aus dem Startnummernbeutel ging das aber.

Das Höhenprofil habe ich mir dann auch endlich mal angeschaut
und nach Rücksprache mit Lars und einigen Anderen
dann meine Zielzeit ein wenig nach Oben korrigiert 😉
Am Anfang und am Ende je einen Berg mit knapp 1.000Hm auf ~4km rauf und 4km runter.
Das würde ich dann doch nicht in 8-9 Std schaffen 😉

Ausrüstung am Freitagabend zurecht gelegt.
Frühstück um 6 Uhr und dann um 7:10Uhr Bustransfer nach Leutsch-Weiden wo mein Start um 9.00Uhr war.

Der Hauptlauf waren die wahnsinnigen 100km
als Rundkurs von Grainau nach Grainau mit 5.500Hm.

Die anderen Strecken stiegen einfach später auf der Strecke ein,
so dass Alle als Ziel Grainau hatten.
Das schöne war auch dass man von der 80er und 100er Strecke die Ersten halt sah.
Diese mussten uns ja überholen.
Die ganze Planung und das Timing von PlanB war schon überragend!!

Hier die Starting Gang vom Supertrail
Christoph, Christian, Michi (Michaela) und meine Wenigkeit
(Lars und Sigurd starteten auf dem 100er!)

…….10 seconds2go

Man hatte ca. 2km zum „warm laufen“ von Leutasch-Weiden weg

…dann ging es hoch zum Scharnitzjoch auf 2.048Hm…auf 4,5km mal eben ~950Hm.
Bitte „laufen“ sie einfach geradeaus den Berg hoch….ja neee iss klar 😉

Ab hier war dann für Alle Wandertag angesagt und wie wir später sahen,
auch die ersten liefen nicht Alles 😉

Zwischendurch gab es Erholung durch Serpentinenführung über alpine Kuhweiden….

..auch Christopher sah ich dann wieder….

Oben auf der Alm angekommen durften uns auf bergab und flachen Passagen
ein wenig regenerieren….

…bevor es dann wieder hoch ging denn das Scharnitzjoch war noch nicht erreicht!
150mtr unterhalb der kleinen Hütte auf dem hinteren Berg,
da ist es….

YES! Check! der erste Berg ist geschafft….Schranitzjoch auf 2048m!

Jetzt runter ins Tal, wo dann hoffentlich der erste Verpflegungspunkt kommt….

Ab Oben wollten Christopher und ich es zusammen versuchen….

Auf der Passage über das kleinen Schneefeld sah ich auch die 2 Damen in bleu wieder die mein farblich „durch gestyltes“ (Ihre Worte) lobten…..aber da später mehr zu  😉

Puhh, endlich Verpflegung….jetzt verstehe ich auf jeden Fall 1,5ltr Flüssigkeit als Pflicht! 😉
Wir hatten hier 15km/~1.000Hm rauf und runter in den Beinen und 2,5Std auf der Uhr 😉
Der Oberhammer ist Michi. Die hatten wir Oben auf dem Joch schon getroffen und hier Untern kommt sie wieder ein paar Minuten nach uns zum VP. Super!!

Ab hier geht es erst mal „Unten“ weiter.
Die Strecke zwischen Berg1 und Berg2 beläuft sich auf ~28km, es geht mal rauf mal runter, immer wieder ein Töns- oder Ehberg eingestreut 😉
Bei dem letzten Verpflegungspunkt begab es sich auch das Christophers Magen verrückt spielte und er erst mal länger ein WC aufsuchen musste. Er wolle ab da erst mal langsamer machen und ich solle weiter laufen.
Da kamen die Damen in bleu ins Spiel. Sie liefen auf mich auf, ein Wort gab das Andere und so liefen wir erst mal zusammen.
Petra und ihre Freundin Judith aus Berlin und Bamberg.
Wie sich später herrausstellte ist Judith ASICS Frontrunner und man hat so ein paar gemeinsame Laufbekannte. Außerdem ist sie Inhaberin der der Sportfirma Tricamp.

Die Verpflegungen waren der Hammer!
Es gab Kaffee, Kuche, geschmierte Brote, Gurke, Käse, Suppe, Salz, PowerGels, Riegel, Wasser, ISO und und und…..
Wir machten erstmal schön Rast mit Suppe und Kuchen essen.
Der Käser war super für den Magen und das Salz gegen Krämpfe!
Alle waren super nett!

Schön ist auch wenn man an der Strecke immer bekannte Gesicher bei den helfenden Händen von PlanB sieht. Gerne auch Zeit für ein Schwätzchen!

So gestärkt ging es munter weiter mit einfach grandiosen Aussichten und Gegenden…
…zwischendurch immer Boxenstop zum Tractus traktieren… 😉
Gut wenn man nen Doc dabei hat…Petra ist Assistenzärztin.

Zeit für ein idyllisches Gruppenfoto am See ist immer drinn….

Was man so Wege und Treppen nennt, ok das kannte ich noch von Heidelberg 😉

Nach einigem Auf und Ab hatten wir hier unten eigentlich Verpflegung erwartet.
Letztes Jahr, wurde mir gesagt, war sie hier bei knapp 40km.
Wir querten eine Brücke und kämpften uns erstmal wieder berg hoch….

…das ~40km hatten wir schon mal gefunden….

… um dann endlich bei der herbei gesehnten Verkostung zu sein….

Nach dem laben an der Tränke ging es mal wieder…..genau, hoch 😉
Immer wieder ein kleines Päuschen und Schwätzchen einlegend…
…man ist ja zum Vergnügen hier 😉
Das war auch schon der Aufstieg zu Berg2, hoch zur Alpspitzbahn.

Man musste auf knapp 10km ~1.200Hm überwinden um bis knapp unter die Bergstation der Alpspitzbahn zu kommen.
Fast Oben dann erstmal wieder Essen fassen.
All you can eat und all inclusive waren angerichtet….
…Judith interviewte erstmal das Medical Team supportet von Petra 😉

Während wir da verweilten kam von Oben auf einmal der Christian runter geballert.
Er hatte die Alpspitz Umrundung schon hinter sich.
Man lief nämlich an der Verpflegung vorbei und Links ab um dann nach einer ~4km Runde Rechts den Berg runter zu kommen um die selbe Verpflegung noch einmal zu haben.
Dann ging es runter bis ins Ziel nach Grainau aber dazu später…

Ich nahm derweil Platz in der chilling Lounge und schaute mir das Geschehen bei einer Nudelsuppe an…..und korrigierte ein letztes Mal die Zielzeit von 10:30Std auf knapp unter 12Std per WhatsAPP zu meiner Frau 😉

Also nun ab Links auf die Umrundung….kann ja nicht weit sein… 😉 he he…

Ein wirklich unatraktives Stück Wegstrecke hoch zur Hochalmbahn wo es bestimmt Rechts weg geht zur Alpspitznbahn…so dachten wir…..

Nein wir musste noch höher…Unten in der Mitte sieht man die Station der Hochalmbahn….

…und noch höher hinaus…..

Bis man vor einem überragenden Bergmassisv steht!!
Soll man sagen „Der Aufstieg hat sich gelohnt!“ ?

Könnte man aber der Aufstieg war nicht zu Ende.
Nach jeder Kurve eine neue Herrausforderung.
Die Flüche unseres Dreigestirns schreibe ich hier nicht nieder 😉
Aber nur noch nen lockerer Zehner hört sich doch gut an 😉
Von hier konnte man irgend ein Kustwerk sehen aber nicht erkennen….

 Es stellte sich herraus das es Hängesessel waren……

Da wo Rechts im Bild der Weg zwischen dem Felsen raus kommt, direkt dahinter waren die Sessel. Also waren wir da noch nicht Oben….

Die Station der Alpspitzbahn endlich in Sicht….

Kurz da drunter sammeln. Keiner wollte mit hoch zur Bahn und zum Gipfelkreutz 😦

Also ab zum donwhill Richtung Ziel…..

Weg die keine sein können…..aber Spass machen…

Die Leute der Bergwacht die Heute Nachtschicht schieben um auf die 80er und 100er aufzupassen! Respekt!!!

Judith nahm zum dritten und letzten Mal eine Bodenprobe und befand ihn als rutschig 😉

Sieht aber auch schwierig aus diese Treppe…..

Ein paar Geröllwege, Schotter und Humus war aus….

Zwischendurch was rutschiges direkt runter…
…macht Nachts mit Kopflampe bestimmt keinen Spass 😦 Armer Lars….

Endlich mal wieder ebenen Boden unter den Füßen und ein super Panorama….

Ja das sehe ich gerne…einen lausigen Kilometer noch ins Ziel nach Grainau.

Mit einem schönen Zieleinauf dann das Dingen gefinished!
Es ist echt der Hammer das wir wirklich fast 10Std zusammen gelaufen sind.
Wir haben uns gegenseitig gebremst, motiviert und unterhalten.
Letzteres am meisten, ich glaube von 10Std war es vllt eine Stunde still 😉

Es war geil!!!

Im Ziel mit einer…hhmm…nicht erwarteten Zeit von 11:51Std.

Am Sonntag auf der großen Feier der Siegerehrungenann unser gemeinsames Gruppenfoto….
Christopher, Icke, Lars, Michi und Christian. Sigurd musste leider bei KM40 abbrechen 😦

Einen großen Dank an alle Mitreisenden, Mitläufern, direkten Laufbegleitern, PlanB und wer noch Alles dahinter steckt!!!

Keep on running and reading euer Dirk…..

 Strecke: http://www.gpsies.com/map.do?fileId=aadkjvogjsitoaum

Bilder: http://parsley.zenfolio.com/p854123562

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SightseeingRevierGuideRevivalTour

Als Vorbereitung für den Zugspitz Supertrail
habe ich eine Woche vorher noch mal einen Doppelschlag gemacht.
Am Freitag 20km um den Tönsberg und dann am Samstag ~27km ab Donoper Teiche
inkl. einiger Sightseeing Spots 😉

Bei km4 erreicht man schon das Hermanns Denkmal, den ersten Spot

Unterhalb vom Hermann dann die Freilichtbühne

Weiter geht’s bis km12,5 nzur Falkenburg
http://falkenburg-lippe.de/

Zwischendurch immer mal wieder nette Trails….

Der Teuto ist einfach eine hammer Gegend!!

Km15,8 dann die Externsteine……..

Sturmschäden auf der ganzen Strecke…

Km17,3 erssma nen Nickerchen…reicht ja auch …..

..und was es nicht Alles gibt… SACHSENTAUFE kommt aus dem 8. Jahrhundert…

Nen Platz zum „stehend K.O. gehen“ hab ich auch gefunden 😉

Ab auf die letzten Kilometer zurück zu den Donoper Teichen…

Wetter hat sher gut mitgespielt, die Beine waren locker….denke der Supertrail kann kommen.

We will see…….

Fisherman’s Friend Strongmanrun Nürburgring 2014

Bilder: http://parsley.zenfolio.com/p861703375

Mein ehemaliger Arbeitskollege Thomas Bliemeister fragte mich,
ob ich nicht mal den Strongman auf dem Nürburgring laufen wolle.
Diese Frage musste ich leider mit Hinweis auf die Massen auf einem 2 x ~11,5km Kurs
und dem hohen Startgeld verneinen.
Er antwortete dass er das Startgeld, Verpflegung und Unterkunftan dem Wochenende
und Trikots für ein 6köpfiges Team zahlen wolle wenn ich es zusammenstelle.
Thomas ist seit 2009 Pächter eines Hotels und einer Weingaststätte in Kobern-Gondorf,
ca. 50km vom Nürburgring entfernt.
http://www.hotel-haupt.de/
Zusammen mit dem Besitzer des Weingutes Dötsch-Haupt, Martin Dötsch
und den Mitsponsoren Rhodius Mineralquellen und Gertränke Rhein-Mosel
würde er das stemmen.
Tja, da kann man doch nicht Nein sagen 😉
Also einige Laufkollegen angeschrieben, wer denn an solch einem Lauf teilnehmen will.
Das ist ja nicht irgendein flacher 5er, 10er, halber oder ganzer Marathon,
das ist der weltweit größte Hindernislauf.
Es galt 24km, 1.300 Höhenmeter
mit den insgesamt 34 imposanten Hindernissen zu überwinden.
Man musste pro Runde durch Wassergräben,
Schlammlöcher, ein 40mtr Wasserbecken,
über diverse Kletter-Hindernisse, durch Kriechhindernisse
und 2 riesige Wasserrutschen runter.

Als erstes fragte ich meinen Laufkumpel Ingo Schachtsiek
ob er sich nicht auch mal quälen wolle?!
Zusammen mit Dennis Mahler, einem Lauffreund aus dem Tiger Balm Team,
waren das 2 Ersttäter
in Bezug auf Extrem-Hindernisläufe aber mit reichlich Lauf Erfahrung!
Manfred Arndt, Laufkollege und erfahrener Extrem-Hindernisläufer
(The Race, Tough Guy, Braveheart Battel) und jetzt mein Piraten Kapitän, kam dazu!
Daniel Pugge hatte schon 9 Teilnahmen bei Strongman Läufen europaweit,
mehrere Titel auf Leichtathletik Kurzstrecken und Siege bei regionalen 5 und 10km Läufen im Münsterländer Raum erreicht.
Auf dem Nürburgring immer unter den Top50 oder Top100, mit Zeiten um die 2 Stunden.
Er brachte noch einen schnellen Nachwuchsläufer aus seinem Verein mit.
Jens Niering, ihn kannte ich schon vom Lake Run am Möhnesee 2013.

So war dann das Team komplett

Nach Anreise am Freitagmittag wurde erst mal der „Haus-Weinberg“
mit Glockenturm und Unterburg erklommen.

Da konnte man schon sehen wie toll das Wandergebiet in dieser Gegend ist.
Nicht so breite Wanderautobahnen wie bei uns im Teuto, schöne kleine Single Trails,
die auch mal recht steil nach Oben gingen.
Manni und ich waren uns sofort einig:
„Ein Trainingsgebiet, welches ein Trail- und Hindernisläufer Herz höher schlagen lässt!“
Es gibt einen Steig zur Burg oder unten von der Straße aus einen Kreuzweg,
der bis zur Matthiaskapelle geht.

Dennis sagte während der Anreise, bei Sicht auf die Unterburg, zu seiner Verlobten Merle:
„Guck dir die tolle Burg an, die müssen wir uns ansehen, wenn sie in der Nähe ist!“
Nach dem sie in ihr Zimmer eingecheckt hatten
öffneten sie die Vorhänge und auf was sahen sie?
Die Unterburg, welche auf dem Hausberg direkt hinter dem Hotel stand 😉

Am Samstag begrüßte uns dann am Nürburgring das Eifelwetter,
kalt und windig aber zum Glück noch trocken.
Die Startaufstellung wird von 2,50mtr hohen Bauzäunen begrenzt,
so dass ein seitliches einsteigen eigentlich nicht möglich ist.
Für uns hieß es um 11:45 in den Startblock zu gehen,
da die Strecke sich schon füllte und wir von relativ weit Vorne starten wollten.

Naja, Start war auch „schon“ um 13 Uhr 😦 ! Fast 1,5 Std warten.
Vorne, nach einer Streckenverengung um die Meute beim Start auseinander zu ziehen,
konnte man über einen niedrigen Zaun aus dem Block raus und sich Rechts oder Links warmlaufen.

Pünktlich zum Start setzte dann Nieselregen ein,
gepaart mit 10° versprach es lustig zu werden.
Erstmal ging es über die Grandprix Strecke
und immer wieder waren Strohballen quer über die Strecke gelegt
um das Läuferfeld auseinander zu ziehen,
mal konnte man sie überlaufen und mal musste man ~1,60mtr überwinden.

Dann kamen die ersten Wasser und Matsch Gräben.
Durch mein hohes Anfangstempo musste ich dem kalten Wasser Tribut zollen
und Tempo raus nehmen.
Ich merkte dass ich durch die immer wieder auskühlenden Muskeln
das Tempo bestimmt nicht bis zum Ende halten kann.
Bevor also ein DNF da steht oder ich völlig fertig ins Ziel komme,
lieber weiter Spaß haben und im Ziel noch Freude haben!

Vor den „WaterHalfPipes“ musste man durch ein großes Feld mit Autoreifen.
Hindernisläufer liefen Oben drüber…Pussys am Rand?!

Bei den riesigen Wasserrutschen, aufgebaut wie eine Halfpipe,
wusste man nicht wie tief das Wasser am Ende war.
Nachdem aufstehen war es aber nur max. knietief und man konnte sofort weiter laufen,
bis zu den begrenzenden Strohballen, wo man wieder drüber musste.

An einem Hindernis hatte wohl Jemand nen Ordnungsfimmel 😦
Der hat alle Autoreifen fein säuberlich auf Stämme geschoben
und nach Größen in Felder sortiert..Jungä Jungä…

Auf der ersten Runde war Alles gut zu laufen.
Keine Staus an den Hindernissen oder auf der Strecke.
Als es auf die 2te Runde ging dachte ich noch:
„Alles schön frei hier.“
Nach ~3km ging es auf die Straße hoch zur Bergwertung.
Da sah es anders aus. Keine Staus aber zick zack Kurs.
Hier lief man jetzt auf die auf, die ihre erste Runde „starteten“!
So lange dauerte es mit dem Start von über 11.000 Menschen.
Wenn man sich an den Hindernissen nicht unbedingt an die Ideallinie hielt,
konnte man sogar ohne anstehen Alles bewältigen.
Ich denke 30min später sah es anders aus…

Am Start waren dann 11.906 Läufer/innen,
von denen 8.176 das Ziel erreichten und aus denen später 671 Teams entstanden.
3.730 Läufer liefen somit nur eine Runde oder stiegen vorzeitig aus.

Nach 2:32 Std wurde ich als 505er im Ziel gewertet…

top zufrieden 2 Wochen nach dem Hermannslauf
und eine Woch nach dem Hamburg Marathon 😉

Wenn man sich mit dem genau gleichen Teamnamen angemeldet hatte,
wurden immer 3 nacheinander oder zusammen einlaufende Finisher zu einem Team zusammen gefasst.

Das erste Team der Weingeister, Daniel Pugge, Jens Niering und Dirk Petersilie,
kamen nach Zieleinlauf auf einen Platz unter den ersten 20 von 671 Teams.

Team 2, mit Dennis Mahler, Manfred Arndt und Ingo Schachtsiek, sicherten sich einen Platz in den Top100!

Daniel Pugge erlief sich einen sehr guten 46. Platz Gesamt von 11.906 mit einer Zeit von 2:03:11 Std

Trotz diesem Eifel Wetter begleiteten 50.000 Zuschauer das Spektakel!

Abends hatten wir noch ein wenig Spaß im Hotel und manche in der Hexje 😉

Geiles Dingen datt!

Noch mehr Bilder unter

http://parsley.zenfolio.com/p861703375

29. HASPA Hamburg Marathon 2014

Eigentlich wollte ich ja beim Zugspitz Supertrail meinen 40sten Marathon laufen.
Durch einen Freistart Gewinn bei Krombacher schob ich eine Woche nach dem Hermann und eine Woche vor dem Strongman noch den Hamburg Marathon dazwischen.

So wurde Dieser mein 40ster, war auch nicht schlimm, so konnte ich meinen 40sten als lockeren Trainigslauf genießen obwohl es kalt war und es nieselte.

Am Freitag nach Abholung der Startunterlagen…..

besuchten wir das Headquater des Pirate Teams, eigeladen durch Cheffe Ronnie.
Da trafen wir dann Robert mit seiner Freundin und seinem Kumpel Wolfgang.
Es wurde ein netter Grillabend!

Samstag, nach ein wenig Sightseeing…..

ging es dann zum Essen ins
http://www.lapergola-due.de mit der Tiger Bande vom Tiger Balm Team…..


….vom Tiger Balm Orga Team bekam ich noch für jeden Anwesenden Schlüsselbänder zum verteilen geschickt…..zum an die Kette legen?!
……seltsamerweise waren wir mehrere Krombacher Freistart Gewinner!

Zu dem Freistart gab es dann von Krombacher noch eine Laufjacke, ein kurzes Lauf Shirt und eine kurze Laufhose!

Sonntag ging es dann in aller Ruhe vom Hotel zur U-Bahn und von da directamente in den Start/Ziel Bereich, keine 2 Minuten von der U-Bahn entfernt.

Vor dem Block I gab es noch ein Treffen mit Krombacher und allen Freistart Gewinnern….

Meine Frau hatte das Glück durch eine Gweinnweitergabe von Dennis in den VIP bereich zu können.
Der befand sich  direkt bei Start/Ziel und so hatte sie eine perfekte Aussicht auf die Eliteläufer beim warm machen und los laufen……
….okay…auch auf mich 😉

Als wir in den Startblöcken standen sah ich noch wie Anja (Tiffy) mit ihrer Damengang in den Block vor mir lief.
Sie hatten 1-2 Minuten Vorsprung als mein Block los durfte.
Durch ein beherztes aufnehmen der Pace in der 4er Bereich konnt ich zu den Dreien aufschließen um „Hallo“ zu sagen.
Ohh, sie wollten auch „nur“ unter 4 Std laufen, na da können wir ja zusammen dieses Unterfangen angehen.
Hmmm, mit deren Pace von 5:15 – 5:30 sollte das auf jeden Fall klappen 😉
Mir wars zu schnell für den Anfang und so lies ich sie ziehen.
Bei KM22 noch schnell den Jochen Heringhaus gegrüßt und bei km32 ein wenig mit Eric Rosant gechnackt und mit ihm spazieren gegangen.
Kurz danach lief ich auch Anja und ihre Damen auf und bleib bei ihnen.
So hatten wir auf den letzten knapp 8/9km noch ein wenig Spass und liefen zusammen ins Ziel ein.
Der Krombacher Fotograf war zu Stelle 😉 !

So war mein 40ster Marathon ein nettes Dingen und hat Spaß gemacht!!!

Mit einer Zeit von 3:55:58Std genau passend!

Keep on running

Dirk

Double H Ultra extrem „Advanced“

Nach dem Indoor Trail ist vor dem Outdoor Trail!


Am Samstag den 22.03.2014 nahm ich an einem privaten Einladungslauf von Andreas Haverkamp (TransGranCanaria Finisher von vor 3 Wochen) teil.
Dieser Lauf war auch bei der Deutschen Ultramarathon Vereinigung DUV angemeldet.

Veranstaltungsname: Double H Ultra extrem – 63km/1700Hmtr

Der doppelte Hermannslauf über den H Weg mit Teilen des originalen Höhenweges.

Gestartet wurde am Naturfreundehaus in Brackwede am Rosenberg.
Es mussten 2 Runden um den Spiegelsberg gelaufen werden (fehlende Kilometer von Sparrenburg bis da),
über den Halleluja Steinbruch Habichtshöhe, auf dem H Weg bis Lämmershagen,..


…….da nach den Treppen hinter Deppe hoch auf den Kamm der Teutoburger Alpen um über einen Donwhill wieder auf den H Weg zu gelangen.
Den Hermann lief man nicht den Schotterweg und die Straße hoch, sondern hinter dem Hermann das steile Geröllstück. Alle liebten es 😉
Einmal um den Hermann mit Notierung der Startnummer und schon ging es auf den Rückweg zum Ziel.
Am Bienenschmidt war ein Verpflegungspunkt eingerichtet den man auf dem Hin- und Rückweg anlaufen konnte.

Gestartet sind 20 von 30 eingeladenen Läufern.


Die schnellsten erreichten in einer Gruppe nach 6:36Std das Ziel, der Der die Gegend am meisten genoss nach 9:16Std.
Ich kam mit einer Zeit von 7:22Std im Naturfreundehaus an, eine Woche nach dem Indoor Trail absolut befriedigend.

ECCO Indoor Trail 2014

Wie aus einem normal geplanten Laufwochenende der Burner wurde!!

 Das Event hatte noch gar nicht angefangen da war es für mich schon erfolgreich.
Am Anfang der Woche kam von ECCO (Schuh-Hersteller und Mitsponsor des Events aus Dänemark) die Nachricht das ich deren Preisausschreiben gewonnen hätte.
Das komplette Wochenende wurde für mich und eine Begleitperson von ECCO übernommen.
Übernachtung inkl Verpflegung, Startplätze über die ganzen 3 Tage,
ECCO Indoor Trail Shirts, 1 Paar ECCO Biom Ultra Schuhe
 

Da ich zusammen mit Martin Peschtrich schon vor ab gemeldet war nahm ich ihn als Begleitperson.

Die beiden Startplätze konnte ich an befreundete Läufer verschenken, da Martin und ich ja unsere Startnummern schon hatten.
Martin Peschtrich startete in der Triple Wertung für den Laufspass SW Sende und ich für das Tiger Balm Team RAIDLIGHT.
 
 

Der Indoor Trail ging über 3 Tage. Gegenüber 2013 wurde die Strecke noch mal härter. Man musste mehr Runden laufen und es gab mehr und höhere Holzstämme, mehr Bodenwellen und Hügel, mehr Richtungswechsel und mehr Sandfelder.

Jede Rund hatte ~75Hhmtr, da kam an den 3 Tagen Einiges zusammen!
Am Freitag musste man 3 Runden auf der knapp 1,4km langen Cross- und Geländerunde laufen.Am Samstag 6 und am Sonntag 9 Runden. Dadurch kam man in die Triple Wertung. 
 

Man läuft über in den Sand gelegte Baumstämme,
Felsbrocken, Felder aus „Sennesand“ oder Kiesstrecken.  
Es müssen Berge aus Erde und Geröll erklommen werden,
Brücken überquert und Treppenhäuser bewältigt. 
Roundabout 300 Stufen rauf und runter.   

Eine Steilwand mit kleinen Sprossen wie eine Hühnerleiter muss erlaufen oder erklettert werden  
Es geht durch die Katakombenden Zuschauerumlauf der Westfalenhallen
und durch die Bestuhlung der Besucherränge.
 

 

Streckenbilder uA. hier im Album: ECCO Indoor Trail 2014

 

Zusätzlich hatten wir die Möglichkeit in einer Firmenstaffel am Freitag für ECCO zu laufen.
Es wurden uns noch 2 Mitarbeiter zur Seite gestellt mit denen wir die Staffel liefen.
Martin Hill und Jörg Schefe von ECCO Deutschland.
Da wir ja nach der Staffel noch unseren 3 Runden Lauf zu bewältigen hatten,
wollten wir den Staffellauf locker zum aufwärmen nehmen.

 
 
Wie das so ist wenn man eine Startnummer um hat, wurde das mit locker irgendwie vergessen.
Ich machte den Startläufer und lief gleich mal auf Platz 2.
 
Hier auf dem Startfoto noch ECCO Team 1 (Links) und 2 (Rechts) hinter mir. Team 2 lief unter „Mens Health“
Da wurde den beiden Mitarbeitern klar was ihnen blühte 😉 Ich sollte 3 Runden laufen, Martin Peschtrich 3 und die Beiden ECCOs je 2.
 
MartinP ging schon nach 2 raus
und ich entschied dann nach Sichtung der beiden Anderen noch den Schlussläufer zu machen.
So hielten wir den Platz 3 und kamen aufs Treppchen! Das war ein super Abschluss für Tag 1!
Martin Hill und JörgSchefe hatten im Traum nicht daran gedacht, mit einer Medaillie das Wochenende versüßt zu bekommen 😉
 
(vL. MartinP,JörgSch,DirkP,MartinH)
Refurbished ECCO Team auf Platz 3 – Wie Phoenix aus der Asche
Wir Alten könnens doch noch 😉 (Sorry Martin Hill)

SIEGEREHRUNG der B2B Firmen Staffel

Links: 1st – SIGMA / Mitte: 2nd – Team ECCO Mens Health / Rechts: 3rd – Team ECCO

Dann begann die Triple Wertung mit dem 3 Runden Lauf, wo ich mit 22:03min auf den 12. Platz von 74 in der Master Men Wertung lief (40-50jährige).

So Tag 1 Fetsch:

Martin Peschtrich / Ingo Schachtsiek / Dirk P
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Nach dem Freitag mit 6 anstatt der geplanten 3 Runden und diese noch in sehr flottem Tempo, dachte ich eigentlich Heute geht nix.

Dummerweise traf ich „The Gripmaster“ Stephan, Fotograf vom Trail MagazinDieser hatte nichts Besseres zu tun als mich zum Bergsprint anzustacheln,
der noch am Samstag vor dem 6 Runden Lauf war.

400mtr Strecke, einen Teil des Innenfeldes, die ECOO Wall hoch, durch das Treppenhaus und die Zuschauerränge bis hoch unters Hallendach der Westfalenhalle

Also mal flux nachgemeldet 😉

 
…und Ingo versuchte meinen Start zu fotografieren….tze tze…Jungä Jungä
 
Die ECCO Wall hoch…
..die letzten Stufen der Zuschauerränge zum Ziel…
 

…..und erreichte es nach 1:21Min auf dem 21. Platz von 54 Startern.

Immer wieder gerne treffe ich Eric Rosant (Compressport) und Basti Schünke (Raceled) am Compressport Stand
Dieses Jahr mit Untestützung von Anja Greb von Anja Greb – Coaching
Um zu beschreiben was sie ist und was sie kann ist wordpress zu klein 😉
Auf jeden Fall ehemaliger Tae Kwon Do Profi, Ex Spielerin der Nationalmannschaft Inline Hockey Deutschland, Läuferin, Trailerin, Bikerin, Mental Trainerin…etc. pp….

Eine Stunde nach dem Bergsprint begann dann der 6 Runden Lauf.

Die ersten 2 Runden mal etwas schneller, was man hat, hat man 😉
Dann ein wenig Pace raus nehmen und Keinen mehr vorbei lassen 😉
 

Im Ziel als 7ter der Master Men von 169.

Tag 2 Fetsch:

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Am Sonntag waren die Beine fit,
bis auf einen kleinen Druck Oben an den Waden
Ich hatte aber keine Ahnung wie die 9 Runden über die Bühne gehen würden.
Einfach mal los rennen und gucken…

..im Wald nur nicht verlaufen…
 
Die blöde Brücke kam auch auf jeder Runde…..
 
 
Im Ziel dann mit dem 10. Platz von 126.
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Das bedeutete in der Gesamtwertung über 3 Tage den 8 Platz in der Master Men Wertung von 48 und den 43. Platz in der Wertung aller Läufer von 151 Gewerteten!

 

4 Plätze besser wie 2013 (12. MM) auf einem längeren Kurs der von den Streckenbauern nochmal erschwert wurde.

Ich lief über die 22 Runden ~29,7km und ~1650 Hhmtr!

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Die Firma THR33KY hat nicht nur coole Sport- und Outdoor-Klamotten im Angebot, nein, Olaf vom selbigen Laden übernahm gleich mal die Zielverpflegung
in Form von salzigen Nüssen.
Okay so gehört es sich auch für ein freaky Eichhörnchen 😉

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Die Firma Craft Sportswear war auch vertreten und gab einem die Möglichkeit Funktionsunterwäsche auf dem Kurs zu testen.
Ich brauchte noch ein enges Oberteil
und nahm gleich mal Eins mit auf den 9 Runden Kurs.
Okay, in der Halle war es recht warm und die kurzen „DraußenSequenzen“
reichten nicht zum runterkühlen.
Das Oberteil machte seine Sache recht gut und ich überhitzte nicht.
Gekauft!!

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Endlich hat man zu manchen „Facebook Freunden“ dann endlich mal ein RealFace.

Beim Indoor Trail 2014 dann mit Matthias Schwarze schnacken können. Er wurde dieses Jahr zusammen mit seiner Freundin ins ASICS Frontrunner Team berufen!

Tag 3 und Indoor Trail 2014 Fetsch:

Daniel Pugge / DirkP / IngoSch / MartinP

 

Daniel macht Individuelle Ernährungsberatung für Firmen oder Einzelpersonen und ist Selbstständig im Bereich Sportmanagement, Eventmanagement, Sponsoring, Marketing, Musikmanagement, Ernährungsberatung, Personal Training, Produzent und DJ.

Nebenbei läuft er ganz gut und hat beim Bergsprint den 2ten Platz mit 1:08min und 0,1sec Rückstand auf den Ersten belegt.

Daniel läuft im Mai mit mir im Team den Strongman
auf dem Nürburgring, genau wie IngoSch 😉 !

Ja, vielen Dank an ECCO,  PlanB und Runners World!!

War mal wieder sehr schön….warten auf 2015!!!

Noch mehr Bilder: http://parsley.zenfolio.com/p452560221

 

Getting Tough „The Race“ 2.0

Hervorgehoben

„Der härteste Hindernis- und Geländelauf Interkontinental Europas“

„Die Hölle von Rudolstadt“

www.gettingtough.de

Das sind die Ankündigungen mit denen man konfrontiert wird

wenn man sich zum Getting Tough – The Race anmeldet.

Die ebenbürtige Version des bekannten Tough Guy aus England.

Ein Lauf über 24km, 900 Höhenmeter und gespickt mit knapp 100 Hindernissen!

Meine Laufkollegen Kat Rin, Manfred Arndt und Schmidt de Luxe trainierten ja für Getting Tough The Race und versuchten mich zu überreden mitzukommen.
Ich habe mich aber wehement dagegen gewehrt bei solch einem Lauf mitzumachen, wo man an seinem eigenen Körper vorsätzliche Körperverletzung begeht. Es ist nicht so das ich noch keine Kontaksportarten betrieben habe aber da war ich 25 Jahre jünger.
Schmiddy viel fußtechnisch aus und man wollte mit die Startkarte aufs Auge drücken…neee…never!!
Dann begingen Michael Kalinowski und GettingTough, für mich gesehen, den Fehler die Medaille zu posten…..2 Tage guckte ich mir sie jeden Abend an und dann fragte ich bei Karsten Leypold nach ob es denn noch Schlafplätze im INJOY Rudolstadt gebe…..ja es gab
Ich schrieb ihm das er die letzte Hoffnung war nicht mit zu können.
Er antwortete mir das ihm das von vornherein klar war Also los…..
Ummeldung wurde getätigt und so entschied ich 2 Wochen vor dem Lauf mich auf etwas völlig Neues einzulassen…..
…kaltes verhasstes Wasser in mehreren Versionen…..ne ne ne….

Bilder vom The Race

Hindernisse der Strecke

Streckenplan

Kurz darauf laß ich den Aufruf der Firma UDIPAN das sie noch Läufer für ihr Team suchten…..ich fragte Lars ob er auch Bock hätte und setzte mich mit Nicole in Verbindung. Es klappte und wir sagten zu.
Es gab ein gewisses Sponsoring was nicht auszuschlagen war.
Sind wir nicht Alle ein wenig käuflich 😉
Aber als „größten Lohn“ traf man mit dem Team Udipan sehr nette Menschen, um stellvertretend Nicole, Rita und ihren Bruder Roman zu nennen, seines Zeichens Geschäftsführer bei UDIPAN!

Sachen packen für einen „Lauf“ der besonderen Art.
Was zieht man an!? Erst mal reichlich mitnehmen und Erfahrungen vor Ort austauschen!

Unsere Schlafplätze bezogen wir dann in der Badminton Halle des Fitness Studios Injoy in Rudolstadt. Reichlich Läufer waren hier und schliefen in den Gymnastik Räumen, zwischen den Geräten im Kraftbereich, im Saunabereich auf den Liegen und ja sogar auf den Solarien 😉 !

Rennfertig, hoffentlich reichts… 😉

Im Festivalzelt traffen wir dann am UDIPAN Stand ein um unsere Trikots in Empfang zu nehmen. Überraschender Weise stand da dann auch Gerhard Jupe im UDIPAN Trikot, seines Zeichens Dudelsackspieler, der später den Einmarsch anführen wird und uns im Fintness Studio schon eine Probe seiner Künste zeigte!

Hier das gesamte Starter Team vom Team UDIPAN Gettting Tough 2013.
Wobei die 3 Vorderen die meiste Arbeit mit uns hatten 😉
(Rita und Roman Kaltenbach, Nicole Wieden)

Der Einzug auf das Startfeld mutet martialisch an, vorne weg „unser“ Dudelsack Spieler, dahinter ein Trupp verkleideter Ritter und dann die über 1200 Starter, teils mit Fahnen bestückt.

Es geht 700mtr vom Festzelt Richtung Start, gesäumt von Zuschauern.

Wir haben 4° Lufttemperatur und an dem Startfeld steht hunderte Einheimische, Verwandte und Schaulustige!

(In Orange Links – Ich / Rechts – Lars)

Das Starterfeld ist knapp 150mtr breit. Rechts und Links stehen Spritzenwagen der Feuerwehr, farbige Nebeltöpfe werden gezündet, 2 Kunstflieger machen über unseren Köpfen Kunststücke, dann gibt Billy Wilson alias „Mr Mouse“, der Gründer und Chef Organisator vom Tough Guy aus England, den Startschuss. Er ist extra über den Kanal gekommen um dem Organisatoren Team und Michael Kalinowski und Markus Ertelt (Forsthaus Falkenau 😉 ) seine Ehre zu erweisen!

Jetzt geht es los, das breite Starterfeld läuft nach ca 80mtr. in das erste 100mtr lange Kriechhindernis um sofort danach durch 2 Wassergräben zu laufen.
Da bekommt man das erst mal das Gefühl davon um was es hier geht. Die Wände sind schlammig und rutschig, man kommt alleine so gut wie nicht aus den Gräben.
Da wird man von Hinten geschoben und von Oben gezogen, Jeder hilft Jedem, man ist draußen, dreht sich um und zieht Selbst einige Kameraden aus den Gräben!

Motto dieser Art von Läufen „Keiner ist Alleine!“

Hier gibt es schon den ersten Ausfall, eine ausgekugelte Schulter.
Damit man erst gar nicht warm wird einmal durch die Saale laufen….. 😉

Jetzt kann man erst mal auf einer Strecke von knapp 5km durch die Wälder um Rudolstadt versuchen warm zu werden.
Es geht in Weinbergen zwick zack Rauf und Runter, wie eine Kugel in einer Bahn…

….nach den 5km nimmt jeder einen Reifen und es geht wieder abwechselnd Auf und AB über eine Strecke von ca. 700/800mtr.
Dann erst mal Erholung auf einer ca. 14km Laufstrecke……

….nur ein Bus musste durchkrochen werden und einige Gitterboxen durchhüpfen….

….bevor es auf einer alten NVA Kampfbahn….

…. über mehrere Kriech-, Kletter- und Sprunghindernisse geht.
Auch Wasserlöcher und Gräben waren ein Thema 😉
Als letzte Mühe eine ~300mtr Runde Sandsacktragen…

Nach dem man die Kampfbahn geschafft hat kommt die Mutter aller Hindernisse und wirklich die Hölle!
Das Freibad…….

Hier muss man unter 7 Baumstämmen im 4° kalten Wasser durchtauchen. Die Spreu wird vom Weizen getrennt, reichlich geben hier auf.

Ich wusste nicht das sich der Körper in einer Sekunde um 180° dreht, sobald eiskaltes Wasser an Hals und Gesicht kommt!
Schnappatmung, Orientierungslosigkeit und der spontane Gedanke an aufgeben!
Im Becken ca 12 Resttungstaucher und rund ums Becken Sanitäter und reichlich Streckenposten,die auch reichlich zu tun bekamen……

Hat man das geschafft, musste man nur noch über an Stahlseilen aufgehängten Paletten ein Schwimmbecken queren, ohne ins Wasser zu fallen.

Auf einer kleinen beschaulichen Strecke durch den Park durfte man zum letzten mal die Saale durchlaufen bevor man auf den „Walk of Fame“ kommt.

Walk of Fame, das große Finale, 1000mtr ein Hindernis nach dem Nächsten.

Wieder kriechen über Schotter und Asphalt durch enge Betonröhren, klettern über Holz, Beton, Stroh, Netze und Pyramiden.
(Einiges >hier< zu sehen)

Durch spätere Erzählung und dieses Bilder erfuhr ich das ich Lars noch überholte.
Ich kämpfte mich Links hoch und Lars hing an der oberen Hälfter der rechten Seite fest.
Von dieser Pyrmide bis zum Ziel, vllt 500mtr?!, holte ich noch 6 Minuten auf Lars raus.
Lars spielte auf den vorherigen 20km seine läuferische Stärke aus und ich habe ihn ziehen lassen. Wir wollte zwar zusammen laufen aber da ich nich abschätzen konnte was bei dem ganzen kalten Wasser mit den Muskeln passiert, lief ich recht moderat an um später noch was nachlegen zu können.
Die Hindernisse konnte ich Alle recht gut meistern!
Daran kann man sehen was auf diesem einen Kilometer noch passieren kann.

Im Ziel dann mit einer 2:57:08 als 98. von knapp 904 Finishern,
die von den über 1200 Startern noch übrig waren…… 😦

Am Verpflegungsstand mutierte man dann zu diesem Typos Teilnehmer der es nicht schafft mit beiden Händen einen Becher Tee zu trinken.
Die Arme und Hände machten was sie wollten, zittern wie wild!!
Ich machte mich bei den TV Berichten zum Tough Guy immer über diese Typen lustig,
die zitternd im Ziel standen und sagten sie kämen nächstes Jahr wieder!
Jetzt war ich im Zelt, schon warm angezogen, fror nicht mehr aber die Hände zitterten…..
….und gemeldet für 2014 Getting Tough 3.0 bin ich auch schon!!

Auf der After Race Party traf ich dann noch Billy Wilson alias „Mr Mouse“,
der Gründer und Chef Organisator vom Tough Guy aus England

Im Internet wurde vor dem Lauf angekündigt das die schnellsten Läufer sich auf der Bühne den Schriftzug vom Rennen tätowieren lassen können.
Zu den Schnellsten gehört ich nicht aber da irgend wie Niemand wollte, Einer lage gerade auf der Liege zum tätowieren, bekam ich das Angebot als Nächster dran zu sein….
HOPPLA!? Das war dann aber schnell…….
Erstmal das finanzielle klären…das wat einfach, für Läufer kostenlos….nun denn…5 Minuten später saß ich auf der Liege mein Kumpel lars dokumentierte 😉

Auf jeden Fall möchte ich Frau Kat danken das sie mir so spontan und kurzfristig die „Jungfräulichkeit“ genommen hat
…und Nein, den Satz „Es tat gar nicht weh“ kann ich nicht bestätigen.
Als sie fertig war zeigte sie mir das Tattoo auf ihrem Handy und fragte ob es so gut ist.
„Nun ja es ist gestochen, können wir ja nicht mehr ändern ;)“ sagte ich zu ihr..
…darauf sie: „Ich kann es durchstreichen oder schwärzen 🙂 ;)“
Neee, das Tatto war wohl top, konnte sie drauf lassen 😉

Durch die extrem Verausgabung, den Körper an seine Grenzen bringen,
das erreichen des Zieles,
kennenlernen neuer, sehr netter und lieber Menschen
und zu guter Letzt das stechen eines Tattoos,
nehme ich unvergessliche Momente und Erfahrungen in mein Leben auf!!