Getting Tough „The Race“ 3.0

Die Höllle von Rudolstadt hatte wieder gerufen.

Mehr Bilder: HIER

Wer Videos will: HIER

Nen nettes Leidensvideo vom meinem Team Kollegen Daniel gibt es hier: HIER

Es war wieder soweit. Abfahrt nach Rudolstadt zu The Race.
Ein 24km Hindernisrennen mit 900 Höhenmetern
und über 100 Hindernissen inkl Waaasseeer….
Die Woche vorher schon Angst gehabt ich würde erfrieren,
es wurden immer Minusgrade gemeldet, jetzt sah es aber „gut“ aus.
Am Raceday sollten es 3-4° werden, hört sich besser an wie -4° 😉

Quartier dieses Jahr in Bad Blankenburg in der Landessportschule bezogen.
Kann man nur empfehlen! Ca. 10km von Rudolstadt entfernt,
klasse Zimmer und gutes Frühstück!
Mit im Tross war Berenice von den Teuto Runnern.

Vom Tagungshotel aus fuhren wir dann Richtung Rudolstadt, aber nicht ohne Halt am Bahnhof um Marcel Glaser aufzusammeln.

Auf dem Festplatz traf man draußen doch sofort „El Capitano“ Markus Ertelt und Michael „Kalli“ Kalinowski, die beiden Chefs vom Race.
Sie waren noch immer mit aufbauen beschäftigt!
Im Festzelt waren dann noch einige Racekameraden vom letzten Jahr oder Hindernisrennen davor. Klasse familiäre Bergüßungen wie immer!

Nach dem wir die Nummern im Wagen verstaut hatten, gingen wir erst mal auf Streckenbesichtigung.
Der Walk of Fame und das Freibad wollten begutachtet werden…


Hier auf dem Kletterhindernis „Auto-Wracks“ mit Macel, Berenice´, meiner Frau und Ich


Hangelhindernis über das 2te Becken und im Hintergrund das Baumstammtauchen….


In Erinnerung an 2013 und durch „Verlust“ meines „alten“ Teams,
bin ich dieses Jahr wieder mit dem UDIPAN Trikot und unter dem
Teamnamen „free-OCR-runners“ gelaufen.

Am Raceday war es wider Erwarten recht „warm“.
Während dem Aufmarsch Richtung Start, Gerhard Jupe (UDIPAN Trikot) als Dudelsackspieler führte das Feld wieder an, kam sogar die Sonne ein wenig raus. Es müssen so 2-3° gewesen sein 😉
Meine Jacke habe ich auf dem Weg dahin schon ausgezogen und an einem RWT liegen gelassen.

Lars und ich wollten in keinen Stau kommen und sind daher ganz Vorne rein ins Starterfeld.
Das klappte auch ganz gut. Beim Stacheldraht unterkrabbeln ganz Vorne mit dabei und das Maleur,
ich blieb mit der Mütze im Draht hängen und sie riss vom Kopf.
Shit, anhalten und umdrehen geht HIER definitiv nicht, also weiter ohen Mütze 😦
Na dass kann ja ein Spaß werden dachte ich mir, bei 2° ohnen Kappe weiter und dann noch ins kalte Wasser…..
Nach 6mtr merkte ich das irgendwas an meiner Schulter baumelte, meinen Mütze, geil, grabsch und weiter!!

Hier das Stacheldraht Feld, welches direkt nach dem Start
und vor den Wassergräben durchkrabbelt werden musste…
Im Hintergrund sieht man die netten Wasserwerfer die einen schon mal anfeuchten.. 😉

Hier der erste Wassergraben mit dem Erdwall, danach kam dann der Zweite!
Hier lag ich noch unter den ersten 60 Kameraden……
Klasse wie Jeder Jedem geholfen hat da hoch zu kommen, ok Lars vergaß man 😦
Nach dem Wassergraben ging es erstmal über ein weiches matschiges Acker hin zu einer Strasse, da konnte man dann seinen Laufrythmus finden, so gut wie es nach dem Sprint ging.

Hier ein Bild nach der ersten Querung der Saale, ich rechnete wieder mit den „Panzerplatten“ von 2013 aber es gab Keine.
Also aufgepasst dass man nicht auf einem Stein ausrutscht!
Danach geht es erstmal schön steil bergauf zum „wieder warm werden“ 😉
Da kam Lars dann auch wieder vorbei und erzählte mir das man ihm nicht rausgeholfen hatte. Das habe ich im Nachhinein auf einem Video auch gesehen… 😦
Nach einigen trailigen Höhenmetern kommt man zum Weinberg um einen Reifen den Berg rauf und runter zu tragen, ist ja früh am Tag und man hat nix zu tun 😉


Einer der Hügel des Weinbergs…….
Unten sieht man ATU, die Reifenannahme und Abgabe Stelle 😉

Nach der Reifen Strecke geht es wieder Höhenmeter sammelnd durch Berg, Täler und Wälder! Klasse Trails bei schönem Wetter…naja..da sollte ja noch was kommen 😉
Irgenwann im Wald, ich war gerade seeehr unsanft umgeknickt, flog Berenice an mir vorbei! Wusste ich es doch dass für sie die Laufstrecke passend ist!
Auf der ganzen Strecke spricht man immer wieder mit bekannten und befreundeten Laufkollegen.
Auch Einer vom Drachenlauf erkannte mich wieder…..

Dann kam der lange u-Förmige Wassergraben den man durchqueren musste.
Schätzungsweise so 250-300mtr…
Das ging dieses Jahr viel besser….danach rief dann die Sturmbahn….

Auf Dieser kam ein Hindernis nach dem Nächsten. Kletter, Hangeln!, Kriechen, durch Wasserlöcher und über Feuerstellen….

Am Ende durfte man noch nen Sandsack ein Mal im Kreis tragen, hatten wohl mit Glatteis gerechnet 😉

Nach der Sturmbahn ein wenig laufen, so 400-500mtr, dann bog man auf das Freibadgelände ein..
…durch 2 Stromhindernisse durch … ab ins Freibad…
Aahh….neee…eigentlich will ich dass nicht.
Erstmal schön langsam Handschuhe aus, Halstuch um, Badekappe auf…
..hmm..jetzt vllt rein…okay…langsam rein…bisken untertauchen…
..wieder hoch…Wasser ins Gesicht……

Da wurde langsam der Rettungstaucher aufmerksam, der stand eigentlich am letzten Baumstam, kam aber zu mir um mir Gesellschaft zu leisten..bischen quatschen vllt…
…ne..er sagte :“los, nicht lange nachdenken, unter durch und immer weiter!“
Ich erwiderte dass ein wenig nachdenken manchmal nicht schlecht ist… 😉
Na gut, also los..die ersten beiden Stämme waren wieder schlimm aber ab da ging es relativ gut……

Baumstämme geschafft, raus aus dem Wasser! Und dem Strube voll vor die Linse 😉
Danke Stefan!!

Lächeln für den Fotografen geht immer 😉 Freut ihn doch auch!

Jetzt geht es zum Hangeln über Becken 2…….
….das ging echt gut, die Monkey Bars waren easy!

Bei den Stangen schaffte ich die Erste ohne Probs, kurz vor Ender der Zweiten rutschte ich ab und viel ins Becken, war aber zum Glück knapp vor der Leiter, also raus und weiter…


Spässchen machen ging dann  auch …. !

Nachdem man sich nach dem Freibad etwas warm laufen konnte musste man wieder durch die Saale über zusammen gebundene Treckerreifen klettern.
Am Ufer wartete dann ein kleiner Kletterturm.
Da das klettern über die Reifen ansgtrengend war, bekam man an dem Turm eine kleine Abkühlung mit Wasserschläucher die eine Art Regendusche ergaben 😉 Danke….

Dann ging es in den Walk of Fame, der letzte Kilometer mit mind. 100 Hindernissen.
Auch hier wieder Klettern, Krabbeln, Kriechen, Hangeln. Das Alles über Holzwände, Pyramiden, durch Betonröhren, unter Brückenelemente her, durch Mulden, Gerüste und Netze hoch, Netze wieder runter und über oder drunter Panzern her..

Nach der letzten Betonwand sah man das Zielbanner aber einfach so ins Ziel laufen ist ja auch doof, also nochmal unter 6 Betonteilen durchziehen, robben war nicht 😉
Nach 3:02 Std war ich endlich im Ziel, komplett zerstört, im Arsch, fertig, kalt, alle…!!

Markus und sein Bruder Thomas waren im Ziel um Alle zu begrüßen!
Abklatschen und weiter…..

….von der letzten Betonwand Oben habe ich schon gesehen dass Ugur, eine Laufkollege aus Oldenburg, durch die letzten Elemente gen Ziel robbte und rief von Oben noch seinen Namen….er drehte sich um und reif zurück :“Yes! Vor dir im Ziel!“ Geil! Freute mich dass wir uns hier im Ziel treffen!!

Als häten wir uns 20 Jahre nicht gesehen, wir kennen uns seit 2013 vom Airborn Fit Run in Oldenburg, begrüßen wir uns….es war sooo geil!!

Ich freue mich Ugur und die anderen vom Team „Ertels Jünger“ kennen gelernt zu haben, immer mal wieder zu sehen und mich mit ihnen zu batteln! 2015 Revanche!!
Warum sie als „Ertels Jünger“ starten ist eine andere Geschichte…;)

Um meine 2013er Platzierung (98ter in 2:57Std) zu erlaufen,
hätte ich dieses Jahr 23! Minuten schneller laufen müssen!

So wurde ich dieses Jahr mit einer
3:02:46 – 376ter von 1784 Finishern

Nachdem ich meiner Frau flennend im Ziel in die Armen gefallen bin, war eigentlich klar dass ich nicht mehr starte….aber ich muss ja….dass war im Vorfeld durch Andere geregelt 😉
2013 habe ich mir ja den Schriftzug auf das Schulterblatt tättowieren  lassen
(HIER nachzulesen…) und die Geschichte wurde im November in der Runners World publiziert.

Das Team von Getting Tough hat das gelesen und mir deswegen einen Freistartplatz für 2015 gegeben….na Danke 😉
Aber nichts destotrotz hätte ich mich am Montag sowieso wieder angemeldet 😉
Dass war schon am Samstag Abend auf der Party beschlossene Sache.
Das Battle mit „Ertels Jüngern“, Wiedersehen mit den ganzen anderen Bekloppten, Begleiten von neuen Wahnsinnigen und natürlich beim um beim krassesten Race wieder dabei zu sein!!! Danke Markus, Michael und dem ganzen Team!

Aber nach der Challenge The Race ist vor der Herrausforderung der Nadel 🙂

Auch dieses Jahr konnte man sich im Anschluß an das Rennen tättowieren lassen,
nur den Schriftzug habe ich ja schon, 2 wären ja blöd.
Also fragte ich Katja, Frau Kat, die Besitzerin von Kat Cave dem Tattoo & Piercing Studio aus Rudolstadt, ob ich nicht den Kerl aus dem Logo bekommen könne.
Sie sagte zu und ich schickte ihr eine Vorlage. Ich dachte so an S/W aus Linien irgenwie.
Die Vorlage die zurück kam war farbig und der Typ auch schon schattiert…
…oookaaay dachte ich mir, schauen wir mal.
Also Samstag nach dem Lauf und dem duschen hin vor die Bühne im Festzelt.
ich fragte erstmal ob die Vorlage ein Sapß war so in Farbe…sie erwiderte nur.. :
„Wenn dann machen wir das Richtig! Ich habe die Macht!“
Jupp, na dann los…

Letztes Jahr war das Zeitfenster so 40min, sie musste ja mehrere bedienen,
so sollte es dieses Jahr auch sein aber in Farbe dauert es ja 😉
also irgendwann dann mal den Tisch beim Griechen umgebucht,
17 Uhr war nicht mehr zu schaffen obwohl wir um 14:45 da waren 😉
Es wurden insgesamt 2Std15min! Das Ergebnis endgeil!!!

 DANKE Frau Kat für den StammTräger von Getting Tough!!!

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