Steelman Run Hannover

Am 22.11.2014 fand der Steelman Run
auf der Pferderennbahn Neue Bult in Hannover statt.
Die Galopprennbahn „Neue Bult“ ist noch heute die letzte Großrennbahn,
die in Deutschland entstanden ist.
Über Facebook wurde im Vorfeld richtig getrommelt mit Technischen Zeichnungen
über die Hindernisse.
Sah recht imposant aus.
Also angemeldet, konnte zum Glück eine Startnummer übernehmen,
da war es dann nicht ganz so teuer 😉
Startnummernausgabe war entspannt, auch so war das Gelände sehr groß
und auch die Duschgelegenheiten sahen gut aus!
Okay, manche dachten die „open air Vorreinigung“ wäre die Dusche 😉
aber es gab noch richtige warme Duschen in den Jockey Umkleiden 😉

Gerade die Startnummer in Empfang genommen,
rief der Dominik Wallert an ob ich ihn und seine Freundin nicht von Bahnhof abholen könne.
Da seine Teamkameraden von Getting Tough gerade beschäftigt waren,
machte ich mich mal auf den Weg 😉

Zurück auf dem Gelände ging es ans umziehen.

Auf Grund einiger doofer Vorkommnisse, die mich nachdenklich machen,
switchte ich am Veranstaltungstag noch das Team und startete für “ Roter Freitag e.V.“

Das schwarze Armband signalisierte dass ich in die Welle der ersten 100 Starter durfte.
Meine anvisierte Zielzeit und meine gelaufenen Zeiten ermöglichten das.
Im Startblock traf ich dann das ganze GT Team um Charles Franzke.

Der Start erfolgte aus den Startboxen der Pferde, das war schon mal was Anderes!
Charles ballerte gleich los und war schon nach 200mtr an der ersten Kurve weit Vorraus.

Ich suchte mein Tempo, soweit wie es auf dieser sandigen Galopper Strecke ging.
Nach einer 3/4 Runde auf der Galopprennbahn ging es in das Außengelände in den Wald.
Da kam dann das erste Schlammloch, wenn man nicht zu schnelle war
und drüber weg sprang..hmm..okay..
Eine „Wasserstrecken“ gab es dann noch auf der Runde,
einen kleinen Bach zu queren und sonst eigentlich nur die Hindernisse
über die auch die Pferde springen dürfen.
Also so kleinen Hecken eben 😉

Im Wald gab es 2 Holzwänder wo man drüber durfte..auch gut zu bewältigen…

Irgendwann auf dem Feld kamen 12 Football Spieler durch die man durch musste.
Da ich früher Football spielte, stellt ich mich in einem 3 Point Stand vor Denen auf
und suchte Körperkontakt 😉
Die ersten Beiden trauten sich nicht so recht mich zartes Persönchen anzugehen,
den Zweiten signalisierte ich mal zu kommen
und die dritten Beiden wußten dann was Phase war und kamen gut auf Schulter.
Da ich aber auch ohnen Shoulderpads „durchzog“, saßen die fast auf dem Hintern 😉
DAS Hindernis war geil!!

Ein Mulde voll Reifen durfte man durchlaufen…..

Eine Mulde mit knöcheltiefem Wasser….

…ein lächeln für den Fotografen ging trotz des hohen Tempos…

Dann kam endlich ein „richtiges“ Hindernis, das Hangel Gerüst.

Das machte Spaß, war recht groß und auch für Einige zu schwer,
die liefen drunter oder nebenher 😦
Links gab es eine Pussylane zum umlaufen aber selbst die wurde nicht genutzt 😦

Wieder ein bischen Spaß für die FotoFrau, damit es ihr nicht zu langweilig wird 😉

Nach 44:13 min für ~9km kam ich als 14. Gesamt Männer von 446 Männern ins Ziel

Der Lauf war ganz nett aber nicht so anspruchsvoll.
Wäre ich über 2 Runden gestartet hätte ich mich geärgert.
So wie im Vorfeld auf Facebook die Hindernisse beworben wurden
waren sie in keinster Weise.
Aufgebaut wurden das Hangelhindernis und die Holzwände.
Der Reifen Container wurde auf den Platz gefahren und einfach geöffnet.
Den Rest nutze man wie es in der Natur war
oder halt die Hindernisse der Pferderennbahn Neue Bult.

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Getting Tough „The Race“ 3.0

Hervorgehoben

Die Höllle von Rudolstadt hatte wieder gerufen.

Mehr Bilder: HIER

Wer Videos will: HIER

Nen nettes Leidensvideo vom meinem Team Kollegen Daniel gibt es hier: HIER

Es war wieder soweit. Abfahrt nach Rudolstadt zu The Race.
Ein 24km Hindernisrennen mit 900 Höhenmetern
und über 100 Hindernissen inkl Waaasseeer….
Die Woche vorher schon Angst gehabt ich würde erfrieren,
es wurden immer Minusgrade gemeldet, jetzt sah es aber „gut“ aus.
Am Raceday sollten es 3-4° werden, hört sich besser an wie -4° 😉

Quartier dieses Jahr in Bad Blankenburg in der Landessportschule bezogen.
Kann man nur empfehlen! Ca. 10km von Rudolstadt entfernt,
klasse Zimmer und gutes Frühstück!
Mit im Tross war Berenice von den Teuto Runnern.

Vom Tagungshotel aus fuhren wir dann Richtung Rudolstadt, aber nicht ohne Halt am Bahnhof um Marcel Glaser aufzusammeln.

Auf dem Festplatz traf man draußen doch sofort „El Capitano“ Markus Ertelt und Michael „Kalli“ Kalinowski, die beiden Chefs vom Race.
Sie waren noch immer mit aufbauen beschäftigt!
Im Festzelt waren dann noch einige Racekameraden vom letzten Jahr oder Hindernisrennen davor. Klasse familiäre Bergüßungen wie immer!

Nach dem wir die Nummern im Wagen verstaut hatten, gingen wir erst mal auf Streckenbesichtigung.
Der Walk of Fame und das Freibad wollten begutachtet werden…


Hier auf dem Kletterhindernis „Auto-Wracks“ mit Macel, Berenice´, meiner Frau und Ich


Hangelhindernis über das 2te Becken und im Hintergrund das Baumstammtauchen….


In Erinnerung an 2013 und durch „Verlust“ meines „alten“ Teams,
bin ich dieses Jahr wieder mit dem UDIPAN Trikot und unter dem
Teamnamen „free-OCR-runners“ gelaufen.

Am Raceday war es wider Erwarten recht „warm“.
Während dem Aufmarsch Richtung Start, Gerhard Jupe (UDIPAN Trikot) als Dudelsackspieler führte das Feld wieder an, kam sogar die Sonne ein wenig raus. Es müssen so 2-3° gewesen sein 😉
Meine Jacke habe ich auf dem Weg dahin schon ausgezogen und an einem RWT liegen gelassen.

Lars und ich wollten in keinen Stau kommen und sind daher ganz Vorne rein ins Starterfeld.
Das klappte auch ganz gut. Beim Stacheldraht unterkrabbeln ganz Vorne mit dabei und das Maleur,
ich blieb mit der Mütze im Draht hängen und sie riss vom Kopf.
Shit, anhalten und umdrehen geht HIER definitiv nicht, also weiter ohen Mütze 😦
Na dass kann ja ein Spaß werden dachte ich mir, bei 2° ohnen Kappe weiter und dann noch ins kalte Wasser…..
Nach 6mtr merkte ich das irgendwas an meiner Schulter baumelte, meinen Mütze, geil, grabsch und weiter!!

Hier das Stacheldraht Feld, welches direkt nach dem Start
und vor den Wassergräben durchkrabbelt werden musste…
Im Hintergrund sieht man die netten Wasserwerfer die einen schon mal anfeuchten.. 😉

Hier der erste Wassergraben mit dem Erdwall, danach kam dann der Zweite!
Hier lag ich noch unter den ersten 60 Kameraden……
Klasse wie Jeder Jedem geholfen hat da hoch zu kommen, ok Lars vergaß man 😦
Nach dem Wassergraben ging es erstmal über ein weiches matschiges Acker hin zu einer Strasse, da konnte man dann seinen Laufrythmus finden, so gut wie es nach dem Sprint ging.

Hier ein Bild nach der ersten Querung der Saale, ich rechnete wieder mit den „Panzerplatten“ von 2013 aber es gab Keine.
Also aufgepasst dass man nicht auf einem Stein ausrutscht!
Danach geht es erstmal schön steil bergauf zum „wieder warm werden“ 😉
Da kam Lars dann auch wieder vorbei und erzählte mir das man ihm nicht rausgeholfen hatte. Das habe ich im Nachhinein auf einem Video auch gesehen… 😦
Nach einigen trailigen Höhenmetern kommt man zum Weinberg um einen Reifen den Berg rauf und runter zu tragen, ist ja früh am Tag und man hat nix zu tun 😉


Einer der Hügel des Weinbergs…….
Unten sieht man ATU, die Reifenannahme und Abgabe Stelle 😉

Nach der Reifen Strecke geht es wieder Höhenmeter sammelnd durch Berg, Täler und Wälder! Klasse Trails bei schönem Wetter…naja..da sollte ja noch was kommen 😉
Irgenwann im Wald, ich war gerade seeehr unsanft umgeknickt, flog Berenice an mir vorbei! Wusste ich es doch dass für sie die Laufstrecke passend ist!
Auf der ganzen Strecke spricht man immer wieder mit bekannten und befreundeten Laufkollegen.
Auch Einer vom Drachenlauf erkannte mich wieder…..

Dann kam der lange u-Förmige Wassergraben den man durchqueren musste.
Schätzungsweise so 250-300mtr…
Das ging dieses Jahr viel besser….danach rief dann die Sturmbahn….

Auf Dieser kam ein Hindernis nach dem Nächsten. Kletter, Hangeln!, Kriechen, durch Wasserlöcher und über Feuerstellen….

Am Ende durfte man noch nen Sandsack ein Mal im Kreis tragen, hatten wohl mit Glatteis gerechnet 😉

Nach der Sturmbahn ein wenig laufen, so 400-500mtr, dann bog man auf das Freibadgelände ein..
…durch 2 Stromhindernisse durch … ab ins Freibad…
Aahh….neee…eigentlich will ich dass nicht.
Erstmal schön langsam Handschuhe aus, Halstuch um, Badekappe auf…
..hmm..jetzt vllt rein…okay…langsam rein…bisken untertauchen…
..wieder hoch…Wasser ins Gesicht……

Da wurde langsam der Rettungstaucher aufmerksam, der stand eigentlich am letzten Baumstam, kam aber zu mir um mir Gesellschaft zu leisten..bischen quatschen vllt…
…ne..er sagte :“los, nicht lange nachdenken, unter durch und immer weiter!“
Ich erwiderte dass ein wenig nachdenken manchmal nicht schlecht ist… 😉
Na gut, also los..die ersten beiden Stämme waren wieder schlimm aber ab da ging es relativ gut……

Baumstämme geschafft, raus aus dem Wasser! Und dem Strube voll vor die Linse 😉
Danke Stefan!!

Lächeln für den Fotografen geht immer 😉 Freut ihn doch auch!

Jetzt geht es zum Hangeln über Becken 2…….
….das ging echt gut, die Monkey Bars waren easy!

Bei den Stangen schaffte ich die Erste ohne Probs, kurz vor Ender der Zweiten rutschte ich ab und viel ins Becken, war aber zum Glück knapp vor der Leiter, also raus und weiter…


Spässchen machen ging dann  auch …. !

Nachdem man sich nach dem Freibad etwas warm laufen konnte musste man wieder durch die Saale über zusammen gebundene Treckerreifen klettern.
Am Ufer wartete dann ein kleiner Kletterturm.
Da das klettern über die Reifen ansgtrengend war, bekam man an dem Turm eine kleine Abkühlung mit Wasserschläucher die eine Art Regendusche ergaben 😉 Danke….

Dann ging es in den Walk of Fame, der letzte Kilometer mit mind. 100 Hindernissen.
Auch hier wieder Klettern, Krabbeln, Kriechen, Hangeln. Das Alles über Holzwände, Pyramiden, durch Betonröhren, unter Brückenelemente her, durch Mulden, Gerüste und Netze hoch, Netze wieder runter und über oder drunter Panzern her..

Nach der letzten Betonwand sah man das Zielbanner aber einfach so ins Ziel laufen ist ja auch doof, also nochmal unter 6 Betonteilen durchziehen, robben war nicht 😉
Nach 3:02 Std war ich endlich im Ziel, komplett zerstört, im Arsch, fertig, kalt, alle…!!

Markus und sein Bruder Thomas waren im Ziel um Alle zu begrüßen!
Abklatschen und weiter…..

….von der letzten Betonwand Oben habe ich schon gesehen dass Ugur, eine Laufkollege aus Oldenburg, durch die letzten Elemente gen Ziel robbte und rief von Oben noch seinen Namen….er drehte sich um und reif zurück :“Yes! Vor dir im Ziel!“ Geil! Freute mich dass wir uns hier im Ziel treffen!!

Als häten wir uns 20 Jahre nicht gesehen, wir kennen uns seit 2013 vom Airborn Fit Run in Oldenburg, begrüßen wir uns….es war sooo geil!!

Ich freue mich Ugur und die anderen vom Team „Ertels Jünger“ kennen gelernt zu haben, immer mal wieder zu sehen und mich mit ihnen zu batteln! 2015 Revanche!!
Warum sie als „Ertels Jünger“ starten ist eine andere Geschichte…;)

Um meine 2013er Platzierung (98ter in 2:57Std) zu erlaufen,
hätte ich dieses Jahr 23! Minuten schneller laufen müssen!

So wurde ich dieses Jahr mit einer
3:02:46 – 376ter von 1784 Finishern

Nachdem ich meiner Frau flennend im Ziel in die Armen gefallen bin, war eigentlich klar dass ich nicht mehr starte….aber ich muss ja….dass war im Vorfeld durch Andere geregelt 😉
2013 habe ich mir ja den Schriftzug auf das Schulterblatt tättowieren  lassen
(HIER nachzulesen…) und die Geschichte wurde im November in der Runners World publiziert.

Das Team von Getting Tough hat das gelesen und mir deswegen einen Freistartplatz für 2015 gegeben….na Danke 😉
Aber nichts destotrotz hätte ich mich am Montag sowieso wieder angemeldet 😉
Dass war schon am Samstag Abend auf der Party beschlossene Sache.
Das Battle mit „Ertels Jüngern“, Wiedersehen mit den ganzen anderen Bekloppten, Begleiten von neuen Wahnsinnigen und natürlich beim um beim krassesten Race wieder dabei zu sein!!! Danke Markus, Michael und dem ganzen Team!

Aber nach der Challenge The Race ist vor der Herrausforderung der Nadel 🙂

Auch dieses Jahr konnte man sich im Anschluß an das Rennen tättowieren lassen,
nur den Schriftzug habe ich ja schon, 2 wären ja blöd.
Also fragte ich Katja, Frau Kat, die Besitzerin von Kat Cave dem Tattoo & Piercing Studio aus Rudolstadt, ob ich nicht den Kerl aus dem Logo bekommen könne.
Sie sagte zu und ich schickte ihr eine Vorlage. Ich dachte so an S/W aus Linien irgenwie.
Die Vorlage die zurück kam war farbig und der Typ auch schon schattiert…
…oookaaay dachte ich mir, schauen wir mal.
Also Samstag nach dem Lauf und dem duschen hin vor die Bühne im Festzelt.
ich fragte erstmal ob die Vorlage ein Sapß war so in Farbe…sie erwiderte nur.. :
„Wenn dann machen wir das Richtig! Ich habe die Macht!“
Jupp, na dann los…

Letztes Jahr war das Zeitfenster so 40min, sie musste ja mehrere bedienen,
so sollte es dieses Jahr auch sein aber in Farbe dauert es ja 😉
also irgendwann dann mal den Tisch beim Griechen umgebucht,
17 Uhr war nicht mehr zu schaffen obwohl wir um 14:45 da waren 😉
Es wurden insgesamt 2Std15min! Das Ergebnis endgeil!!!

 DANKE Frau Kat für den StammTräger von Getting Tough!!!