LGT Alpin Liechtenstein 2009

LGT Alpin in Liechtenstein

Zeitungsbericht NW: LGT 090611_NW-SH

Marathon mit 1850 Höhenmeter, der höchste Punkt 1770 Meter hoch.

Es ging von Bendern über Vaduz nach Malbun. 

 
Start war um 9 Uhr bei Wolken verhangenem Himmel.
Geregnet hatte es erstmal bis kurz vor dem Start, in Malbun die ganze Nacht und
ein Fön-Sturm riss das Duschzelt in Malbun über Nacht an den Grund.
Es war recht nasskalt und knapp 20 Minuten nach dem Start setzte der Regen wieder ein.
Erstmal ging es „schön“ am Rhein lang…
Oberhalb von Vaduz zog dann richtig schön der Nebel hoch in den Berg.
Der Regen wurde stärker und ich zog über meine komplett durchnässten Sachen die Windjacke um nicht zu stark auszukühlen.
Der Boden wurde immer schlammiger und man freute sich auf Asphalt.
Der Regen blieb über die ganze Rennzeit und es gab wohl Keinen der keine durchgefrorenen Finger, Nasenspitzen
oder sonst was hatte.
Es war „Arschkalt!“
Man fragte sich immer wieder: “ Was macht Du hier???“
Ich kann mich aber an Niemanden erinnern der mir ne Kanone an den Kopf gehalten hat 😉
Also weiter!
Zwischendurch passierte man immer wieder Schneefelder, wo die Luft einen noch mal richtig durchkühlte.
An den Verpflegungsständen war man auf Hilfe andere angewiesen, die einem das Powergel aufmachten.
Kein Gefühl mehr in den Händen.
Einer fragte mich :“Sorry, kannst Du meine Schnürsenkel zu machen?“
Als er meine Finger sah : „Ok, laß mal.“
Eine Zuschauerin erbarmte sich.
Vor der „Halbmarathon Plus“ Marke stand auf einmal mein Schweizer Kumpel aus dem Klappcaravanforum völlig
durchnässt vor mir. Er war mit dem Mountainbike zum Marathon gekommen um mich anzufeuern.
Er sagte das er eigentlich noch zum Ziel gekommen wäre aber bei dem Wetter.
Bei der „Halbmarathon Plus“ Marke (~25km) kann man aussteigen und die Wertung „Halbmarathon Plus“ bekommen.
Neeeee, so weit gefahren und dann nur nen Halben, geht gar nicht!
Ab Kilometer 34 kein Gefühl mehr in den Beinen, das war auch gut so, es kamen noch einige schwere Bergpassagen und bergab Strecken.
So konnte ich die ganze Zeit durchlaufen, so die Steigung und die Läufer vor Einem das zuließen.
In Malbun läuft man auf die Kilometermarke 37 auf und kann den Schweiß der Zieleinläufer fast riechen. so nah ist man Denen.
Man hört die Durchsagen wer alles gerade ins Ziel läuft und wird auf eine 5km lange Extrarunde um Malbun geführt bevor man ins Ziel läuft 😦
Auch auf diesen 5km nur Rauf und Runter.
Die letzten 1,5km dann nur noch runter Richtung Ziel.
Vor dem Ziel noch das obligatorische Zielfoto: „Ziel, ick seh Dir!“
Die Zuschauer sichtlich Spaß daran dass Einer vor dem Ziel stehen bleibt und ein Bild vom Ziel selbst macht 😉
Dann von Links der Spruch: „Dirk, weiter, ab ins Ziel!“
Ich schaue über die Bande und da ist Peter wieder, mein Schweizer Kamerad, ist er doch ins Ziel gekommen, Super!
Mit der Zeit von 4:45:15 bin ich überglücklich und Stolz es geschafft zu haben.
Meine beiden Laufpartner kommen mit 4:51 Std und 4:56 Std über die Ziellinie.
Am Getränkestand hole ich zitternd erst mal eine Boullion für Peter und Mich.
Jetzt sehe ich auch das er zittert wie Espenlaub und sage ihm er solle zusehen trockene Klamotten zu bekommen.
Er sagt er müsse noch 11km ins Tal, das steht sein Auto.
Ich verabschiede mich und gehe ja jetzt unter die waaaarme Dusche.
Die Organisatoren haben es geschafft das Duschzelt 100% wieder herzurichten und die Duschen sind Top!
Das war der schwerste und grenzwertigste Marathon bis jetzt.
To be continued 😉
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